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ETAPPE III - Bischöfe und Zisterzienser

(Pszczew – Rokitno), Länge der Etappe 13,7 km, 1h 15 Minuten mit dem Fahrrad 

Pszczew - Szarcz - Lubikowo - Rokitno

"Bischöfe und Zisterzienser" ist der kürzeste, knapp 14 Kilometer messende Abschnitt auf der Route „Von Ordenskleid regiert” und stellt eine Ergänzung der Hauptroute dar. Die Route „Von Ordenskleid regiert” kann man sich kaum ohne die Marienwallfahrtskirche in Rokitno vorstellen, eine Sünde wäre es auch, wenn man die Rolle der Posener Bischöfe bei der Kolonisierung der Ländereien des „Lubtur-Landes” unerwähnt ließe.

Unser Ausflug beginnt in Pszczew. Wie kommt man dorthin?
- von Międzyrzecz über Bobowicko – in Międzyrzecz biegen wir an der Kreuzung am Tesco Richtung Pszczew ab und fahren bis zum Krankenhaus. Dahinter biegen wir kurz vor der Brücke über dem Fluss Paklica links ab, fahren bis zum Platz vor dem Bahnhof, wo wir rechts abbiegen, dann fahren wir am Bahnübergang und dann, 1,5 km weiter, am Krankenhaus in Obrzyce vorbei. Gleich hinter dem Wald begrüßt uns der Ort Bobowicko, wir fahren gerade aus Richtung Trzciel und dann weiter nach Pszczew. Am Kreisverkehr nehmen wir die Straße ins Zentrum und fahren durch die Einbahnstraße bis zum Marktplatz. 

- von der Straße Poznań - Szczecin – Abfahrt nach Pszczew, 5 km nach der Kreuzung Richtung Międzychód (wenn man von Poznan kommt). An der schwierigen Kreuzung in der Nähe des Dorfes Chełmicko biegen wir Richtung Pszczew ab, wo wir in den nördlichen Stadtteil rein fahren. 

Sehenswert ist in Pszczew der Marktplatz,  der malerisch am Hügel, am See Miejskie (Kochle) gelegen ist. Besonders sehenswürdige Bauten stehen im westlichen Teil des Marktplatzes, so zum Beispiel das „Schusterhaus” mit dem Regionalmuseum und die besuchenswerte Touristeninformationsstelle. 

  • Pszczew Dom Szewca

Museum „Schusterhaus” in Pszczew – ein unikales Bürgerhaus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Gebaut ist es aus Holz und ist mit einem Schindeldach gedeckt. Im Inneren sind eine authentische schwarze Küche und eine Schusterwerkstatt vom Anfang des 20. Jahrhunderts zu sehen.

Ausstellungen: 
-lokale Ausgrabungsfunde 
-Geschichte von Pszczew 
-ehemaliges Pszczew auf Fotos und Postkarten.   

In der Mitte des Marktplatzes steht unter großen Linden die kleine St.-Josef-Kapelle, die 1896 vom Bürgermeister von Pszczew gestiftet wurde. Wir verlassen den Marktplatz und laufen über die Straße Kościelna in nördliche Richtung. Etwa 200 Meter weiter steht auf der linken Straßenseite die 1632-1654 erbaute Maria-Magdalena-Kirche aus der späten Renaissance mit der kostbaren Darstellung der Gottesmutter unter den Engeln von 1630. 

Maria-Magdalena-Kirche in Pszczew – Um die Kirche in Pszczew und um ihre Entwicklung waren die Bischöfe aus Poznań besonders besorgt. Die erste Holzkirche entstand bereits 1446, sie fiel jedoch ein halbes Jahrhundert später einem Brand zum Opfer. Die nächste Kirche erlag im Jahre 1630 dem Angriff der Schweden. Das heutige Gotteshaus entstand unter dem wachsamen Auge des hier wohnenden Bischofs Andrzej Szołderski. Konsekriert wurde sie 1654. Das Innere der Kirche aus der späten Renaissance birgt das 1895 entstandene Bildnis der hl. Maria Magdalena der Büßerin. 

Das Kirchengelände umgibt in der Straße W. Sikorskiego eine Widerstandsmauer. Wenn man um die Kirche läuft, kann man sehen, wie hoch der Hügel ist, auf dem Pszczew gelegen ist. Vor dem Haupteingang stehen mehrere alte Grabsteine. Die darauf stehenden Namen zeugen von der gemeinsamen polnisch-deutschen Vergangenheit dieser Stadt. An der gegenüberliegenden Seite der Straße W. Sikorskiego steht ein barockes Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert,

  • Barokowa plebania w Pszczewie

Das Pfarrhaus wird von einem alten Park mit imposanten bäumen, die als Naturdenkmäler gelten, umsäumt. Hinter dem Pfarhaus erstreckt sich ein See. Wir verlassen das Kirchengelände und laufen zur Straße W. Sikorskiego, Richtung Międzychód. An der zweiten Kreuzung biegen wir links ab und fahren dann gerade durch, zur Straße Szarzecka (in Richtung Szarcz). Die kompakte Bebauung wird lockerer, es wird immer grüner und man sieht mehrere freistehende Häuser. Auf der rechten Seite passieren wir ein Restaurant mit Disco. Vor uns: ein Bahndamm. Wir fahren unter der Eisenbahnbrücke und erblicken den See Szarcz, mit mehreren Erholungszentren und Stränden, darin den „sonnigen Lubtur-Strand”. Unser Asphaltweg schweift vom See ab. Auf der rechten Seite fahren wir an dem sehenswerten Arboretum – dem dendrologischen Garten vorbei und verlassen die Stadt. 

War Pszczew für Sie interessant? Möchten Sie hier bleiben? Wir laden Sie also ein, das Gutshaus der Bischöfe in Pszczew zu besichtigen, das Bestandteil der Route  "Schlösser und Paläste" ist. ANFAHRT: Das Gutshaus liegt an der Straße Pszczew – Międzychód, man kommt dorthin über die von Lindenspalieren umsäumte Straße Zamkowa. Das Gebäude schließt den großen Innenhof in der Vorwerkanlage ab. 

„Gutshaus der Bischöfe” in Pszczew – Man kann bereits in Nachweisquellen aus dem 16. Jahrhundert nachlesen, dass es in Pszczew einen Gutshof und ein Gutshaus gegeben hat, die den Posener Bischöfen gehörten. Das Gutshaus wurde als ein Parterrebau beschrieben. Das Gutshaus stand zwischen dem Innenhof, dem Gutshof und dem Gartenpark, ähnlich, wie das heutige. 

Dwór w Pszczewie

Der Weg hinter den Bäumen hat viele Radspuren und die steile 50 Meter lange Anfahrt zum Gipfel ist recht anstrengend. Und wieder eine unangenehme Überraschung: von dem offenen Innenraum trennt uns ein Gitter. Dahinter sieht man ein düsteres Inneres, das nur von dem bisschen Licht, das durch das Oberfenster einfällt, erhellt wird. Wir suchen nach einer Information über die Kapelle und finden eine lakonische Inschrift: „Diese Kapelle wurde am 21.11.1671, am Tag der Rückkehr des Bildnisses der Gottesmutter von Rokitno aus Warschau gebaut und im Jahre 1758 ausgebaut". Mehr verraten die Wände nicht, so gehen wir langsam bergab zur Straße. Wenn man die Augen zukneift, sieht man auf der rechten Seite, am Horizont, die Türme der Marienwallfahrtskirche in Rokitno. Der weitere knappe 2 km lange Abschnitt des Weges ins Dorf lässt uns die Türme weiterhin im Blickwinkel behalten. Rokitno begrüßt uns mit Bussen voller Wallfahrer, ein Parkplatz an der Wallfahrtskirche ist schwer zu finden…

Die Wallfahrtkirche in Rokitno

Anfang des 18. Jahrhunderts begannen die Zisterzienser eine neue, gemauerte Kirche zu bauen, die jedoch nicht vollendet wurde. 1746 wurde sie abgetragen und man begann mit dem Bau der heutigen, spätbarocken Kirche. Bauherr war der Hofarchitekt des Königs, Karl Martin Frantz. Die Bauarbeiten wurden 1756 beendet. Die dreischiffige Hallenkirche hat einen viereckigen Grundriss mit einem im Norden dreiseitig abgeschlossenen Presbyterium. An der westlichen Seite befindet sich am Presbyterium die Sakristei, an der Ostseite – die Kapelle. Das Kircheninnere überspannt ein Segelgewölbe mit Deckenmalereien aus dem 18. Jahrhundert, die Szenen aus dem alten und Neuen Testament darstellen. Die Innenausstattung ist im Stil des Barock und Rokoko ausgestaltet. Im Hauptaltar befindet sich die Darstellung der „Geduldig Zuhörenden Gottesmutter“.

  • Sanktuarium w Rokitnie
  • Sanktuarium w Rokitnie
  • Cudowny obraz

Das Gnadenbild der „Geduldig Zuhörenden Gottesmutter“ - Geschichte

Das Gnadenbild der „Geduldig Zuhörenden Gottesmutter“ wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von einem unbekannten Maler gemalt, der vermutlich aus der niederländischen Schule stammte. Das auf Lindenholz gemalte Bild ist vermutlich Teil einer größeren Darstellung der Madonna mit dem Kind. Ein besonders Merkmal des Werkes ist das nicht verhüllte Ohr der Madonna, daher auch die Bezeichnung „geduldig Zuhörende“. Nach genauen Untersuchungen wurde das Bild am 4.03.1670 als wundertätig erklärt. Mit besonderer Fürsorge wurde die Ikone der König Michał Korybut Wiśniowiecki behandelt, der sie nach Warschau bringen ließ und mit nach Lublin nahm, als er gegen die Auflehnung des Adels vorgehen wollte. Die polnischen Ritter unter der Anführung des Königs beteten um einen Sieg mit dem Schwert, derweil kam es zu einem friedlichen Schluss. Als Beweis der Verehrung des Königs befindet sich auf dem Bild der weiße Adler mit der Inschrift: „Herr, lasse uns unsere Tage friedlich verleben“. Nach diesem Sieg des Gottes über die Gewalt schenkte der König der Gottesmutter die Königskrone und das Bild brachte er in seiner Kapelle im Königlichen Schloss zu Warschau unterbringen. Am 24.11.1671 wurde das Bild nach Rokitno gebracht und nach der nächtlichen Wache in der Feldkapelle feierlich in der neuen Kirche untergebracht.

Wir verlassen die Route und nehmen die Straße nach Międzyrzecz DK3 oder nach Chełmnicko DK22

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