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Etappe III "Polonica" 

 

Punkte auf der Strecke:

- Palast in Kursk 0 km
- Palast in Gorzyca 6 km
- Schloss in Międzyrzecz 11,5
- Palast in Bobowicko 18 km
- Gutshaus in Pszczew 27 km

Fahrzeit: 30 Minuten (2 Stunden mit dem Fahrrad)

Das Zuflussgebiet des unteren Obra ist das am weitesten westlich vorgerückte Gebiet der ehemaligen Republik Polen. Hier lebten Jahrhunderte lang die Familien Kurski, Gorzycki, Bronikowski und Dziembowski, die die sarmatischen Traditionen pflegten. Das sieht man auch an den Sargepitaphen. Sie lebten hier auch, als sich in der Gegend deutsche Familien ansiedelten. Ihre Landgüter boten auch Schutz den aus Polen fliehenden Arianen.

Die Etappe ‚Polonica“ beginnt in Stary Kursk am Palast 5227'5,05" 1527'27.55"

 

Anfahrt:

- von Łagów – auf der Etappe „Von der Perle zur Quelle“ Route "„Von Ordenskleid regiert” über Templewo – Pieski – Kursko 

- von Międzyrzecz auf den Routen „Schlösser, Landhöfe und Paläste“ und „Melancholische Wanderungen“" 9 km (Fahrzeit 10 Minuten mit dem Auto, 35 Minuten mit dem Fahrrad) – in Międzyrzecz fahren wir Richtung Sulęcin, 4 km nach der Stadtausfahrt biegen wir rechts ab, Richtung Kursko. 

…Fast unerwartet sind wir in Stary Kursk – dem Dorf, das mit der Geschichte der Familie Kurski eng verknüpft ist.

STARE KURSKO

 

Auf der rechten Seite: locker stehende Häuser und Ferienhäuser. Wir biegen links ab und fahren am Waldrand entlang. Auf der rechten Seite sehen wird den gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Adelsresidenz an der Böschung errichteten, zweistöckigen Palast der Familie Kalckreutz. Bemerkenswert sind die zwei Ecktürme. Im Inneren ist der hübsche Ballsaal gut erhalten. Erhalten ist auch die Ausgestaltung zweier weiteren Säle, neben dem Ballsaal. Das Bauwerk ist gegenwärtig Eigentum eines Bürgers aus den Niederlanden und soll in Kürze für Besucher geöffnet werden.

Wir fahren weiter… Der Weg steigt an, aber dafür hat man vom Hügelgipfel eine gute Sicht  auf den See Długie. Weiter führt der Weg durch eine malerische Hügellandschaft. Hinter der Kurve näher sich der See wieder dem Weg. Wir kommen in einen Laubwald hinein und nach drei Kurven kommen wir ins Dorf Chycina, wo wir weiter, Richtung Gorzyca fahren. Unterwegs passieren wir auf der linken Seite einen Friedhof. Einen Kilometer weiter kommt eine  Brücke und knappe 300 Meter weiter macht der Weg plötzlich einen Bogen und führt nach Südwesten. Der Weg führt uns aus dem Wald ins Dorf Gorzyca. Hier biegen wir links ab, in Richtung der mäandrierenden Obra. (Gorzyca gehört zur Route LubKanu), um den Palast in Gorzyca zu sehen. 52'27'69.16" 15'29'43.18" 

GORZYCA

 

Bis zum 16. Jahrhundert war Gorzyca fast ununterbrochen im Besitz der Familie Watta- Gorzycki. Der heutige, barocke Palast wurde 1780 von der Familie von Seydlitz errichtet. Es ist ein massiver Bau mit einem Mansardendach. Der gegenwärtig renovierte Palast soll in Kürze für Besucher geöffnet werden. Sehr schön ist der bis zum Flussufer hin reichende  Schlosspark, reizvoll ist auch die idyllische Kanustation, wo man auch essen und sich auffrischen kann. In der Nähe des Palastes stehen ein Fachwerkhaus und Wirtschaftsgebäude aus dem 17. Jahrhundert. 

 

Wir fahren weiter Richtung Międzyrzecz, am Sportplatz auf der rechten Seite vorbei, dann 3 km durch den Wald, bis Wojciechówek. 200 Meter weiter kommen wir auf den Asphaltweg gegenüber dem See Oko. Wir biegen links ab und sind nach 3 km in Międzyrzecz (Radfahrer müssen den Radweg benutzen). Hinter der Brücke auf dem Fluss Paklica biegen wir nach 100 Metern links ab und parken am Fuße des Schlosses.

MIĘDZYRZECZ

 

Vor uns: der Sitz der Kastellanen in Międzyrzecz, wir haben nur noch die Brücke auf dem Fluss Paklica zu passieren und schon sind wir vor dem Torgebäude, das in den Innenhof führt. Das Schloss wurde im 14. Jh. zur Regierungszeit des Königs Kazimierz Wielki errichtet. Links sehen wir die Wirtschaftsgebäude. Parallel dazu steht das Gutshaus von 1719, wo sich bis zur Teilung Polens die Starostei befand, die aus dem zerstörten Schloss dorthin verlegt wurde.

Alle diese Bauten gehören zum Museenensemble. Besonders sehenswert ist die Sammlung der Sargporträts

 

Die Größe des Schlosses können wir ermessen, wenn wir durch die Alleen des umliegenden Parks spazieren. Die Basteien mit 3,5 m starken Mauern machen den Eindruck, als wären sie nicht eroberbar, aber 1655 sind sie von den Schweden überwindet worden – seitdem verfällt das Schloss dem Ruin. Ins Schloss kommt man über den Schutzgraben über die Brücke. Beiderseits der Torarkaden stehen Basteien mit runden Scheinkuppeln.  Gleich hinter dem Tor steht an der nördlichen Bastei das quadratische, mit einem Zeltdach aus Ziegelstein gedeckte gotische Gebäude. An der südlichen Bastei befinden sich hingegen die Keller des Renaissancebaus mit Tonnengewölbe. Im Inneren der südlichen Bastei kann man den freigelegten Teil der Konstruktion des Burgwalls sehen.

Wir kehren zum Auto zurück. Wir biegen links, in die Straße Młyńska ab und kommen zum Marktplatz mit dem gotischen Rathaus. An der Ampel am Ende des Marktplatzes biegen wir rechts ab (Richtung Zielona Góra). 300 Meter weiter steht auf der linken Seite die gotische Kirche des Heiligen Johannes des Täufers (14. Jh.). Wir biegen links ab und halten auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt, um die Kirche zu besichtigen oder aber wir setzen unseren Ausflug fort: über die Straße Konstytucji 3 Maja (Richtung Trzciel). Am Krankenhaus biegen wir kurz vor der Brücke auf dem Fluss Paklica links ab. Wir kommen zum Bahnhofsvorplatz, wo wir rechts abbiegen. Wir fahren durch den Bahnübergang und am 1,5 km entfernten Krankenhaus in Obrzyce vorbei. Hinter dem Wald liegt Bobowicko. Wir fahren jetzt Richtung Trzciel und biegen nach 50 Metern rechts ab und fahren zum Palasttor. Wir laufen den Weg zum See und gehen nach rechts. Der See liegt links und rechts sehen wir die Wirtschaftsgebäude. Eines davon steht direkt am See. Der mit einer starken Mauer umsäumte Palast steht weit oben, wir müssen also die Treppe nehmen.

Die ehemaligen Besitzer, die Familie Dziembowski besaß viele Ländereien. Die Familie war in nationaler Hinsicht nicht hermetisch verschlossen, die Familienmitglieder gingen öfter Ehen mit dem benachbarten deutschen Adel ein und während der Reformation nahmen sie Arianen bei sich auf.

Der spätbarocke Palast entstand im 18. Jahrhundert. Sehenswert ist das Pantheon mit dem Wappen der Familie Pomian und die zwei Risalite und die Terrasse mit dem Blick auf den See. Dem Palast schließen sich das sog. Alte Gutshaus (18./19. Jh.) und das Lapidarium der Familie Dziembowski an (gehört zur Route „Melancholische Wanderungen“).

Am See entlang gehen wir zum Auto oder zum Fahrrad und fahren zum Asphaltweg, wo wir links abbiegen. Kurz danach, an der Kreuzung, biegen wir rechts ab und sind nach 9 km im „bischöflichen“ Pszczew.

PSZCZEW

 

Ins Dorf kommen wir über die Straße Międzyrzecka. Wir fahren bis  zum Ende der Straße, wo wir rechts abbiegen (Zamkowa). Nach 250 Metern kommt auf der rechten Seite ein kleiner Platz. Auf der Straße Batorego sehen wir auf der linken Seite das sog. „Gutshaus der Bischöfe“. 52'28'29.3" 15'47'0.83"

Der Gutshof und das Gutshaus in Pszczew, die den Posener Bischöfen gehörten, wurden in den historischen Quellen aus dem 16. Jahrhundert als ein Grundstück mit einem eingeschossigen Gebäude beschrieben. Das Gutshaus stand zwischen dem Innenhof des Gutshofes und dem Gartenpark. 

Das heutige Gebäude, das vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammt, hat den Grundriss eines länglichen Vierecks, das Innere ist nicht gleichmäßig angelegt. Der Eingang befindet sich an der Mittelachse und führt in die Vorhalle mit der Treppe zum oberen Stockwerk. Das eingeschossige, unterkellerte Gutshaus hat ein Walmdach mit dreiachsigen Lukarnen zum Innenhof und zum Park hin. Zum Park hin ist auch der von vier Säulen getragene Balkon gewendet.

Der Gutshof in Pszczew wird gegenwärtig überholt, er verfügt aber bereits über ein Gestüt für Reitfans und bietet Übernachtungen im Gebäude der Schnapsbrennerei an. Es gibt dort auch einen Speicher und einen Park mit vielen Bäumen, die unter Naturschutz stehen.

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